In Neviges steht die Wallfahrtskirche "Maria, Königin des Friedens", besser bekannt als der Mariendom. Er wurde zwischen 1966 und 1968 nach Plänen des Architekten Gottfried Böhm erbaut. Der Mariendom ist nach dem Kölner Dom die zweitgrößte Kirche des Erzbistums Kölns und ein bedeutendes Zentrum der Marienwallfahrt. Inzwischen zieht der Dom jährlich tausende Pilger und architekturbegeisterte Besucher an.

Die Kirche ist ein Paradebeispiel für die Architektur der 60er Jahre. Sie wurde aus reinem Sichtbeton gebaut. Sichtbeton nennt man im Französischen "béton brut", hieraus leitet sich der Name des Baustils ab - Brutalismus.

Die Kirche hat einen ungewöhnlichen Baustil. Die Betonflächen sind ineinander verschachtelt und asymmetrisch. Teilwiese erinnern die Wände an zerklüftete Felsen. Insgesamt wirkt es wie ein spitzes Zelt, das über ein große Fläche gespannt wurde.


Mit einer Höhe von rund 30 Metern wirkt der Dom von außen sehr wuchtig. Der Vorplatz mit den vielen Platanen bildet einen angenehmen Ort zum Verweilen.



Der Innenraum der Kirche ist sehr dunkel. Ein besonderes Merkmal sind die farbenprächtigen Fenster, die ein tolles Zusammenspiel von Licht und Beton bilden. Durch den wechselnden Lichteinfall ergeben sich tolle Farbakzente an den Betonwänden.



Das bekannteste Motiv in den Kirchenfenstern ist die "Hardenberger Rose", die als Symbol für Maria in vielen Fenstern auftaucht.



Blick hinauf in die Betondecke des Mariendoms


Direkt neben dem Haupteingang befindet sich die halboffene Marienkapelle. In ihrem Zentrum steht eine fast vier Meter hohe Säule. Hierin eingelassen befindet sich das Gnadenbild Marias.


Unter der Kirche liegt die Krypta. Die Kapelle wurde im Jahr 2000 von Gottfried Böhm neu gestaltet.


der Eingangsbereich des Mariendoms



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